Mittwoch, 19. Oktober 2016

[Rezension Sonia] So geht Liebe



Autorin: Katie Cotugno
Verlag: heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 29.04.2014
Seiten: 440
ISBN: 978-3-453-26859-3
Preis (Taschenbuch): € 9,99 [D] ; € 10,30 [A] 
Preis (Hardcover): € 15,99 [D] ; € 16,50 [A]









Zusammenfassung
Mit fünfzehn bringt Reena im Restaurant, wo sie nach der Schule bedient, die Bestellungen durcheinander, sobald Sawyer auftaucht. Sie steht schon immer auf ihn, ist aber viel zu schüchtern, ihm ihre Gefühle zu zeigen. Mit siebzehn kommt sie mit ihm zusammen, irgendwie, es scheint Reena wie ein verrückter Traum. Der ein paar Monate später auch schon wieder vorbei ist, für Reena allerdings nicht folgenlos: Sie ist schwanger – und Sawyer verschwindet ohne ein Wort des Abschieds. Mit neunzehn steht sie ihm im Supermarkt plötzlich wieder gegenüber, und er nimmt sie in die Arme, als sei nichts geschehen. Doch Reena ist jetzt eine andere, sie hat ihre kleine Tochter Hannah, die sie über alles liebt. Sie wird nie wieder auf irgendeinen Typen hereinfallen, der sie dann einfach sitzen lässt. Die Geschichte mit Sawyer ist vorbei – oder?





Cover

Oben könnt ihr das Cover von "So geht Liebe" als Neuauflage im Taschenbuch sehen. Ich finde es sehr schön! 
Das "alte" Cover, das auf den Hardcovern abgedruckt ist, finde ich leider mehr als hässlich. Mich spricht es überhaupt nicht an, ich würde die beiden Bücher von Cover her überhaupt nicht in Zusammenhang bringen können, obwohl es sich im Prinzip ja um dasselbe handelt. 

 





Sonias Meinung

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich den Klappentext sehr gut fand und mir das neue Cover so gut gefallen hat. Dann habe ich gesehen, dass "So geht Liebe" viele gute Bewertungen hatte; also wollte ich mir auch eine Meinung auf dieses Buch bilden. 

Am Anfang war ich ziemlich verwirrt. 
Die Geschichte wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt, was normalerweise kein Hindernis darstellen sollte, zumal die Kapitel in meiner Version mit einer Überschrift versehen war, die klar und deutlich zeigte, ob es sich jetzt um "damals" oder "heute" handelt. Diese Kapitel sind vor allem am Anfang aber eher kurze Szenen als Kapitel und somit habe ich das Geschehen überhaupt nicht kapiert, da ständig hin- und hergeswitcht wurde. Natürlich kann das auch sehr gut an mir liegen, aber es hat auf jeden Fall einen sehr schlechten Eindruck auf mich gemacht, da ich sehr verwirrt war. 
Auch mit dem Schreibstil konnte mich die Autorin nicht überzeugen; die Gefühle wurden meiner Meinung nach nicht auf den Leser übertragen, zumindest bei mir. Auch die weiteren Schilderungen haben mich nicht in ihren Bann gezogen. 

Reena ist an sich ein anständiger Charakter, vielleicht etwas anders als gewohnt aber daran ist auch nichts auszusetzen. Sie hat mit 16 Jahren ein Kind bekommen, ist jetzt 18 und musste all ihre Lebenspläne über Bord werfen. Sie hatte es nicht leicht, seit der Geburt ihrer Tochter hat das Verhältnis zu ihrem Vater große Schäden bekommen; er ist streng katholisch und naja, ich denke wir alle wissen, wie er auf die Schwangerschaft reagiert hat. 
Ich kann es nicht haben, wenn Menschen religiöse Sitten über den gesunden Menschenverstand setzen. Ich persönlich mag das überhaupt nicht, und genau das hat der Vater in diesem Buch verkörpert. 

Gleich zu Anfang wird Reena mit dem Verursacher all des "Übels" konfrontiert: ihr Ehemaliger Freund und der Vater ihrer Tochter Hannah steht im Supermarkt plötzlich vor ihr - nachdem er sie vor zwei Jahren ohne ein Wort verlassen hat. In seiner Gegenwart mutiert die sonst recht erwachsene Reena zur Vollidiotin, und zwar auf beiden Zeitebenen. 
Früher ist sie ihm hinterhergelaufen und hat ihn beschützt und verteidigt, als er sich in den übelsten Situationen befand; heute sagt sie zu ihm, sie will nichts von ihm wissen und wirft sich ihm gleich danach an den Hals. Ich kann sie einfach nicht verstehen! 
Zumal mir Sawyer von Anfang an überaus unsympathisch war. Er verhält sich einfach schrecklich! Jeder Mensch hat seine Vorlieben, das ist mir durchaus bewusst, aber wenn eine Freundin von mir so einen Freund hätte... ich glaube, sie wüsste ganz genau, was ich mit ihr machen würde. 
Somit habe ich beinahe gar keinen Zugang zu den beiden Protagonisten gehabt, was mir bis jetzt noch niemals passiert ist. 

Vielleicht hat mir dieses Buch deshalb nicht gefallen, weil es keinen typischen "Bad Boy" gibt, der gleich zum Schmusebären mutiert. Überhaupt ist mir nach dem Buch klargeworden, dass die üblichen "Bad Boys" gar nicht so böse sind. Ich habe vorher schon darüber nachgedacht, was diese Jungs, beispielsweise Kaden aus "Begin again" oder Figuren wie Alex, Carlos, Luis und Avi von Simone Elkeles zu den sogenannten Bad Boys macht - das sie gut und sexy aussehen und jede Nacht eine andere haben? Und natürlich die schlimme Vergangenheit, die darf ich ja nicht auslassen. 
Nichts für ungut, mir gefallen die Bücher, war nur eine Überlegung :)

Ich schreibe hier größtenteils über Charaktere. Warum ich nichts zur Handlung sagen kann? Weil es gefühlt keine gab. Der Klappentext sagt schon alles, was fehlt ist ein einziger Satz, in dem das Ende genannt wird. 
Leider bin ich sehr enttäuscht von "So geht Liebe" (genau so geht sie übrigens nicht). 
Es hätte eine richtig schöne Geschichte werden können, allerdings hat es an der Umsetzung grundlegend gescheitert, von den Charakteren ganz zu schweigen. Deshalb kann ich hier leider nur 2 Sterne geben. 










Die Autorin
Katie Cotugno landete bereits auf der Shortlist für den begehrten Pushcart Prize, bevor sie mit So geht Liebe ihr erstes Jugendbuch veröffentlichte. Sie ist eine hoffnungslose Romantikerin, liebt Mozzarella-Honig-Sandwiches, ihre kleine Schwester und ihren Mann Tom, mit dem sie in Boston lebt.






Eure Sonia :)



Interesse?



Vielen Dank an das Bloggerportal für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars :)

Kommentare:

  1. Hallo Sonia,

    deine Kritikpunkte kann ich durchaus nachvollziehen! Finde sie aber selber nicht so gravierend. Generell macht eine verwirrende Handlung Young Adult aus, habe ich das Gefühl. Wie du sagst: Bad Boy, tragische Vergangenheit und irgendwas das eben einschlägt. Man nimmt es so hin, wenn man die Bücher liest. Schwer ein sehr gutes zu finden, oder?
    ABER ich mag deine Rezension, weil du kritisch auf das Buch eingehst. Ich selber versuche immer so nett wie möglich zu sein, sodass die Rezension immer positiv erscheint. Ich bleib also auch als Leser hier und freu mich mehr zu lesen.

    Liebste Grüße
    Sara ♥

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    1. Hallöchen Sara,

      es freut mich sehr, dass dir meine Rezi gefällt :) und ich freue mich riesig, dass du Lust hast mehr davon zu lesen :)
      Im Gegensatz zu dir bin ich anscheinend jemand, der die "Schwächen" der Bücher hervorhebt XD
      Die YA Bücher handeln eigentlich immer von demselben Thema, von daher hast du wirklich recht: man nimmt vieles hin und es sticht aber keines wirklich hervor.

      Ganz liebe Grüße
      Sonia

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